Messung
Eine wesentliche experimentelle Voraussetzung der Arbeit
war die lokale Feuchtemessung in einer Schüttung
während der Trocknung.
Bevor die ersten reproduzierbaren Kalibrierkurven und
Feuchte - Meßwerte erhalten wurden, war jedoch 2 Jahre
Grundlagenarbeit zur elektrolytischen Leitung in
feuchten, porösen Materialien erforderlich.
Das Hauptproblem war, daß das Meßsignal nur unter ganz
bestimmten Bedingungen mit der Feuchte des homogenen
Bereiches der Schüttung korreliert werden konnte -
anfangs wurden nur die Eigenschaften des im Bild
gezeigten elektrochemischen und geometrischen
Randgebietes gemessen.
Als elektrolytische Lösung wurde eine gesättigte
wässrige Lithiumflourid - Lösung verwendet, die wegen
ihrer geringen Löslichkeit den Trocknungsvorgang nicht
zu stark beeinflußte. Vorteil der gesättigten Lösung
war, daß die Leitfähigkeit nicht zusätzlich noch durch
die Konzentrationsabhängigkeit der Lösung bestimmt
wurde.
Meßstrecke
Zur Messung wurde eine zylindrische, oben offene
Meßzelle aus Kunstharz eingesetzt. In unterschiedlichen
Höhen befanden sich 12 kugelförmige Meßelektroden aus
Platin zur Feuchtemessung. Im Inneren der Elektroden
befanden sich Thermoelemente zur lokalen
Temperaturmessung.
Die Meßzelle war mittels Kunststoffschaum thermisch
isoliert. Diese thermische Isolierung und die
gleichzeitig erforderliche elektrische Leitfähigkeit des
Mantels (wegen der elektrolytischen
Leitfähigkeitsmessung) waren die konstruktiven
Hauptprobleme.
Meßzelle
Beim Trocknungsversuch wurde die Meßzelle:
- mit elektrolytischer Lösung gefüllt,
- Sand oder Glaskugeln mit Partikelgrößen im
Bereich 0.1 bis 0.8 mm vorsichtig, blasenfrei
eingefüllt,
- durch die Einfülltechnik eine definierte
Porositätsverteilung eingestellt,
- die Zelle temperiert und danach
- durch Überströmen unter definierten
Randbedingungen getrocknet.
Vor der Trocknung wurde die Porositätsverteilung,
während der Trocknung wurden die lokalen Feuchte- und
Temperaturverteilungen sowie durch kontinuierliche
Wägung die integrale Feuchte der Schüttung ermittelt.
Strömungskanal
In der Auswertung wurden für homogene und inhomogene
Schüttungen sowohl der integrale als auch die lokale
Trocknungsverlauf mit Simulationsrechnungen verglichen.
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