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Die Eigenschaften kapillar-poröser Stoffsysteme
werden durch Strukturparameter ihrer
Feststoffmatrix, wie z.B. ihrer Porosität, durch
Zustandsgrößen, wie z.B. den
Feuchtesättigungsgrad und die Temperatur und
durch Zustandsfunktionen, wie z.B. die
Kapillardruckfunktion, beschrieben.
Die Zustandsfunktionen sind von
Strukturparametern abhängig. Dieser Zusammenhang
ist durch entsprechende Funktionen, z.B. durch
die zur Kapillardruckfunktion gehörige
Porositätsfunktion, zu berücksichtigen.
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Die Transportkoeffizientenfunktionen
für unterschiedliche, in kapillar-porösen
Stoffsystemen stattfindende Transportprozesse
lassen sich durch gleiche empirische Ansätze
beschreiben.
Die effektiven Transportkoeffizienten für
Transportprozesse, zu denen die feste Phase
keinen Beitrag leistet, sind als Produkt
- des entsprechenden Transportkoeffizienten
der Einphasensystems,
- des strukturabhängigen absoluten
Transportvermögens eines
Zweiphasensystems und
- des feuchteabhängigen relativen
Transportvermögens des Dreiphasensystems
darstellbar.
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Die effektive elektrolytische
Leitfähigkeit kapillar- poröser
Stoffsysteme wird durch die Leitfähigkeit der
geometrischen Randgebiete und durch die
Leitfähigkeit des übrigen Bereiches des
Stoffsystems bestimmt.
Dieser Zusammenhang ist nutzbar, um Informationen
über die Eigenschaften beider Bereiche zu
gewinnen.
Der Anteil der effektiven elektrolytischen
Leitfähigkeit, der durch die geometrischen
Randgebiete bestimmt wird, ist durch die
Geometrie des elektrischen Feldes und durch die
Partikelgröße festgelegt.
Wenn dieser Anteil vernachlässigbar ist und die
gemessene Leitfähigkeit gleichzeitig einem
homogenen, isotropen Volumenbereich zugeordnet
werden kann, ist sie stoffcharakteristisch.
Anderenfalls ist die gemessenen Leitfähigkeit
nicht stoffcharakteristisch.
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Die elektrolytische Leitfähigkeitsmethode
ist sowohl zur Strukturanalyse kapillar-poröser
Stoffsysteme als auch zur Porositäts- und
Feuchtemessung geeignet.
Im ersten Fall müssen die
Leitfähigkeits-Meßwerte stoffcharakteristisch
sein.
Im zweiten Fall müssen nicht notwendig
stoffcharakteristische Kalibrierfunktionen
verwendet werden, wenn bei der Kalibrierung und
bei der Messung die gleichen Randeinflüsse
vorliegen.
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Die räumliche Porositätsverteilung
des Haufwerkes wirkt sich signifikant auf die
Feuchteverteilungen im Haufwerk aus. Dieser
Einfluß ist schon für lokale
Porositätsunterschiede kleiner 0.05 nachweisbar.
Er wird richtig beschrieben, indem die
Zusammenhänge zwischen Zustandsfunktionen und
Strukturparametern (siehe These 1) und zwischen
Transportkoeffizientenfunktionen und
Strukturparametern (siehe These 2) quantitativ
berücksichtigt werden.
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In den kleinen Volumenbereichen der
geometrischen Randgebiete der Haufwerke finden
während der Trocknung sprunghafte
Feuchteabsenkungen statt.
Solche Prozesse sind charakteristisch für alle
hinreichend kleinen Volumenbereiche
kapillar-poröser Stoffsysteme.
Sie sind als Vorgänge im Bereich
charakteristischer Struktureinheiten, wie
Partikeln und Poren, zu interpretieren.
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Der Stoffübergangskoeffizient der
heterogenen Oberfläche eines porösen
Stoffsystems ist als Produkt
- des Stoffübergangskoeffizienten der
homogenen Oberfläche eines
Einphasensystems und
- eines Flächennutzungsfaktors, der den
Anteil der für den Stoffübergang zur
Verfügung stehenden Fläche an der
Gesamtoberfäche kennzeichnet
darzustellen.
Der Stoffübergangskoeffizient der homogenen
Oberfläche ist mit ihrer geometrischen Gestalt
verbunden. Er ändert sich während der Trocknung
nur geringfügig.
Der Flächennutzungsfaktor variiert mit dem
Übergang von feuchtegesättigter zu trockener
Oberfläche vom Wert Eins bis zum Wert der
Flächenporosität.
Die Flächenporosität an der Oberfläche kann
sich während der Trocknung, z.B. infolge
Salzablagerungen, verringern.
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Der Wärmeübergangskoeffizient der
heterogenen Oberfläche eines porösen
Stoffsystems ist mit dem
Stoffübergangskoeffizienten der homogenen
Oberfläche gekoppelt.
Er hängt nicht vom Flächennutzungsfaktor ab.
Deshalb ändert er sich nur geringfügig mit dem
Feuchtesättigungsgrad an der Oberfläche.