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Der Fachausschuss trifft sich einmal
jährlich, meist in der letzten Märzwoche, an wechselnden Orten
(auch im europäischen Ausland) zu einer zweitägigen
Fachausschusssitzung. Die Fachausschusssitzung besteht aus einer
Geschäfts- und Arbeitssitzung. Während an der Geschäftssitzung
nur die berufenen Mitglieder teilnehmen, werden zur
Arbeitssitzung Interessenten aus Industrie und Universitäten
eingeladen. In der Arbeitssitzung werden ca. 15 - 30 Vorträge
gehalten und diskutiert. Um den Charakter einer offenen
Diskussionsveranstaltung zu erhalten wird bei mehr als 15
Vortragsmeldungen neben den Plenarvorträgen eine Postersession
eingerichtet, die durch Kurzvorträge der Referenten eingeleitet
wird. Hierdurch sollen auch Diskussionsbeiträge zu noch nicht
abgeschlossenen Arbeiten ermöglicht werden.
Etwas mehr als ein Drittel der Vorträge
wird von Vertretern der Industrie gehalten. Diese Beiträge haben
meist betriebsnahe Problemstellungen zum Inhalt. Beispielsweise
werden die Betriebserfahrungen oder Probleme bei der Trocknung
von aktuellen Produkten, Neuentwicklung von Apparaten oder auch
mit der Trocknung verbundene Sonderprobleme vorgestellt. Es ist
das erklärte Ziel des Fachausschusses, die Zahl der Beiträge
aus der Praxis zu steigern, um den Abgleich von Forschungs- bzw.
Entwicklungsbedarf in der industriellen Praxis besser mit der
Forschungskapazität in den Forschungseinrichtungen abzugleichen.
Bei den Vorträgen aus den technischen Universitäten wird
insbesondere den jüngeren Wissenschaftlerndie Möglichkeit
gegeben, über ihre Forschungsarbeiten und Ergebnisse
vorzutragen. Da die Fachausschussitzung nicht öffentlich
stattfindet, können unbefangen neueste Entwicklungen und
Forschungsergebnisse vorgestellt werden.
Es wird bei den Fachausschusssitzungen
großer Wert darauf gelegt, dass diese in einer entspannten und
offenen Atmosphäre stattfinden. Dies fördert eine rege und
konstruktive Diskussion und ermöglicht insbesondere Teilnehmern,
die zum ersten mal an einer Fachausschuissitzung teilnehmen,
schnell persönliche Kontakte zu knüpfen. An das Ende der
Fachausschusssitzung wird in der Regel die Besichtigung einer
Firma oder eines Hochschulinstituts gestellt, um so neue
Eindrücke gewinnen zu können. Dieser Charakter der
Fachausschusssitzungen soll auch in Zukunft beibehalten werden.
Im Verlauf der Arbeitssitzungen ergeben sich
meist Anregungen für neue Forschungsprojekte, die von den
Lehrstuhlinhabern bei den entsprechenden Institutionen (DFG, AIF,
GVT usw.) eingereicht oder von der Industrie im Rahmen von
Forschungskooperationen mit den Instituten gefördert werden.
Beispiele hierfür sind die Erforschung des Trocknungsverhaltens
Lösungsmittelgemisch beladener Produkte oder die Erforschung des
Trocknungs- und Formgebungsprozesses in
Wirbelschicht-Sprühgranulationsapparaten zur Erzeugung
staubarmer Produkte.
Auf nationaler Ebene wird die Zusammenarbeit
des Fachausschusses mit den an die Trocknungstechnik angrenzenden
Gebieten gefördert. Hierzu wird die Fachausschusssitzung in
unregelmäßigen Zeitabständen gemeinsam mit anderen
Fachausschüssen abgehalten. So wurden in den vergangenen Jahren
abwechselnd mit den Fachausschüssen Mechanische
Flüssigkeitsabtrennung, Grenzflächen,
Lebensmittelverfahrenstechnik, Agglomerations- und
Schüttguttechnik, Wärme- und Stoffübertragung gemeinsame
Arbeitssitzungen veranstaltet. Die enge Einbindung der
Trocknungstechnik in die Feststoffverfahren wird durch die
Eingliederung in den Fachbereich Feststoffverfahrenstechnik
dokumentiert. Des weiteren besuchen berufene Mitglieder des
Fachausschusses regelmäßig auch andere Fachausschusssitzungen
und laden dann jene Vortragende ein, deren Vorträge von
fachgebietsübergreifendem Interesse sind.
Auf europäischer Ebene unterhält der
Fachausschuss gute Kontakte zu den Fachleuten und Organisationen
der anderen europäischen Länder, die über die EFCE (European
Federation of Chemical Engineers) zusammengeschlossen sind. Der
Fachausschuss Trocknungstechnik ist durch zwei berufene
Mitglieder aus Industrie und Universität in der „Working
Party on Drying (WPD)“, einer Untergliederung der EFCE,
vertreten. Diese Vertreter besuchen regelmäßig die Geschäfts-
und Arbeitssitzungen der WPD, wirken bei der Gründung
gemeinsamer europaweiter Forschungsprojekte mit und veranstalten
in unregelmäßigen zeitlichen Abständen gemeinsame
Fachausschusssitzungen mit der WPD. So findet eine erste
gemeinsame Sitzung auf deutschem Boden 2004 in Nürnberg
anlässlich der POWTECH/PARTEC statt. Darüber hinaus gibt es
einen formlosen Austausch mit Fachleuten aus dem Ausland, die als
Gäste und Vortragende an den Fachausschussitzungen teilnehmen
wie es auch umgekehrt zu Besuchen bei den befreundeten
ausländischen Fachorganisationen gibt. Auf internationaler Ebene
nehmen Mitglieder des Fachausschusses an dem „International
Drying Symposium“ (IDS) teil, auf dem Fachleute aus aller
Welt über ihre Arbeiten berichten.
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