Erläuterungen
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Bei der Verdunstung ist die Temperatur niedriger als die Siedetemperatur des Lösungsmittels beim zugehörigen Druck. Bei der Verdampfung ist die Temperatur gleich der Siedetemperatur des Lösungsmittels (bei Wasser und Normaldruck 100°C). Bei der Gefriertrocknung sublimiert die Feuchte, d.h. sie geht bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über.
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Die Energie, welche zur Trocknung
aufgewendet werden muß, kann überschlägig berechnet werden zu:
Q = mtr * (xein - xaus)
* hv
mit
Q - zur Verdampfung aufgewendete
Wärmeenergie in kJ
mtr - trockene Produktmenge in
kg
xein - Anfangs- oder
Eintrittsfeuchte
xaus - End- oder
Austrittsfeuchte
hv - Verdampfungsenthalpie in kJ
/ kg Flüssigkeit: um ein kg Wasser zu verdampfen müssen
beispielsweise 2500 kJ aufgewendet werden, bei organischen
Lösungsmitteln ist die Verdampfungsenthalpie deutlich niedriger
Real muß ein höherer Energiebetrag
aufgewendet werden, da auch das Produkt erwärmt wird und der
Trocknungsprozeß Wärmeverluste aufweist.
Bei kontinuierlichen Trocknungsprozessen
berechnet man die erforderliche Leistung in kW, indem man in
obiger Formel den Trockenproduktmassenstrom in kg / Sekunde
einsetzt.
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Bei der konvektiven Trocknung wird die notwendige
Energie durch die fühlbare Wärme des Trocknungsgases
bereitgestellt. Das Trocknungsgas gibt die Wärme ab und nimmt
die Feuchte auf:
Q = ml * cpl * (Tein - Taus)
mit
Q - übertragene Wärmeenergie in kJ
ml - Trocknungsgasmenge in kg
cpl - spezifische Wärmekapazität des Trocknungsgases
(für Luft: 1 kJ/(kg*K), ebenso für Stickstoff als Inertgas)
Tein - Eintrittstemperatur des Trocknungsgases
Taus - Austrittstemperatur des Trocknungsgases
Die konvektiven Trocknungsprozesse sind fast ausschließlich
kontinuierliche Trocknungsprozesse, deshalb wird der
Trocknungsgasstrom in kg / Sekunde eingesetzt und die vom
Trocknungsgas bereitgestellt Leistung ergibt sich in kW.
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Bei der Kontakttrocknung wird die erforderliche Wärme
durch den Kontakt des feuchten Trocknungsguts mit heißen
Flächen bewirkt. Um eine möglichst gute Wärmeübertragung zu
gewährleisten wird der Feststoff in den meisten Kontakttrocknern
mehr oder weniger intensiv gemischt, so daß immer wieder
feuchtes, kühleres Produkt an die Kontaktfläche gebracht wird.
Die übertragene Wärmemenge wird berechnet zu:
Q = k * A * (Theiz - Tprod) * t
mit
Q - übertragene Wärmeenergie in kJ
k - Wärmeübergangskoeffizient in W / (m2 * K), z.B.
50 W / (m2 * K) als typischer Wert für
Schaufeltrockner
A - Wärmeübertragungsfläche
Theiz - Wandtemperatur der Heizfläche
Tprod - Produkttemperatur
t - Kontaktzeit
Die über die Heizfläche übertragbare Leistung in kW berechnet
man, indem obige Gleichung durch die Kontaktzeit t dividiert
wird.
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Der Energietransport durch Strahlung zwischen den
Oberflächen zweier Körper hängt im wesentlichen von der
Temperatur des Strahlers ab:
Q = Cm * A1fi1,2 * ( (T1/100)4
- (T2/100)4 ) * t
mit
Q - übertragene Wärmeenergie in kJ
Cm - Strahlungskoeffizient, abhängig von den
Strahlungskoeffizienten von Strahlungsquelle und Trocknungsgut in
W / (m2 * K4)
A1fi1,2 - Einstrahlzahl, abhängig von den
geometrischen Verhältnissen der Flächen und dem Einfallwinkel
der Strahlung in m2
T1 - Temperatur der Strahlungsquelle in K
T2 - Temperatur des Trocknungsguts
t - Zeit der Strahlungseinwirkung
Die übertragene Leistung in kW berechnet man, indem man obige
Gleichung durch die Kontaktzeit t dividiert.
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sicherheitstechnischen Kenngrößen |
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Als die wichtigsten sicherheitstechnischen
Kenngrößen sollten bekannt sein:
- der Onset exothermer Reaktionen, von
dieser Temperatur ist im Prozeß ein hinreichender
Sicherheitsabstand einzuhalten,
- die Brandzahl als Maß für die Gefahr im
Fall von lokal ausbrechenden Bränden,
- die Staubexplosionsfähigkeit und
entsprechende Mindestzündenergie gibt einen Hinweis auf
Explosionsgefährtungen und eventuell erforderliche
Schutzmaßnahmen wie Explosionsunterdrückung, Druckentlastung,
druckstoßfeste Ausführung des Trockners und seiner Peripherie
oder Inertisierung.
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Für die Feuchtemessung an
Feststoffen steht eine Reihe von Meßmethoden zur Verfügung, die
an das spezielle Produkt angepasst werden müssen. Die
gebräuchlichsten sind gravimetrische Methoden (Trockenschrank
bzw. Vakuumtrockenschrank für temperaturempfindliche Feststoffe,
Infrarotwaagen) oder chemische Methoden (Karl - Fischer -
Titration).
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Die sorptiven Eigenschaften des
Feststoffes (z.B. seine Hygroskopizität) werden durch die
Messung einer Sorptionsisotherme ermittelt. Dabei wird der
Feststoff unterschiedlichen Umgebungsfeuchten ausgesetzt (z.B. im
Exikkator über gesättigten Salzlösungen). Die
Sorptionsisotherme stellt bei einer bestimmten Temperatur die
Gleichgewichtsfeuchte über der relativen Umgebungsfeuchte dar.
Für viele Feststoffe ist die Ermittlung der Sorptionsisotherme
zur Auslegung des Trocknungsprozesses nicht erforderlich, weil
diese nur sehr schwach hygroskopisch sind oder die Restfeuchte
nicht unmittelbar die anwendungstechnischen Eigenschaften des
Trockenprodukts (z.B. dessen Lagerstabilität, Rieselfähigkeit)
bestimmt.
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Die Trocknungskinetik
muß experimentell bestimmt werden. Nur wenige Unternehmen haben
die erforderlichen Labor- und Technikumseinrichtung im Haus. In
der Regel werden deshalb nach einer Vorauswahl des
Trocknungsverfahrens anhand von Randbedingungen (wie z.B. den
geforderten anwendungstechnischen Eigenschaften der
Trockenprodukts) Auslegungsversuche beim Apparatehersteller
durchgeführt.
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